Du möchtest ein Studium im Bereich Webdesign, Mediendesign oder Kommunikation aufnehmen und fragst Dich, ob ein duales Studium eine gute Entscheidung ist? Diese Frage können wir Dir heute zwar nicht beantworten, doch wir können Dir dank unserem Teammitglied Bryan einen Einblick geben, wie sich die Arbeit als Dualer Student bei thiemwork gestaltet.

Bryan ist seit September 2022 Teil des thiemwork Teams. Die halbe Woche ist er bei uns im Erfurter Büro, die andere Hälfte der Woche ist er Dualer Student Mediendesign an einer Erfurter Hochschule. Heute wollen wir, oder besser gesagt Maria aus unserem Team wissen, wie Bryan die ersten 6 Monate im Team erlebt hat.

Wie kam thiemwork in Bryans Auswahl der möglichen Praxispartner?

M: Hallo Bryan, erst einmal herzlichen Dank, dass ich Dir heute ein paar Löcher in den Bauch fragen darf. Lass uns mit der Frage starten, warum Du Dich bei thiemwork beworben hast.

B: Als ich mich bei thiemwork beworben habe, befand ich mich am Ende meines zweiten Semesters. Da ich in Erfurt studiere, habe ich mich zu diesem Zeitpunkt entschlossen nach Erfurt umzuziehen. Durch diesen Entschluss hätte ich täglich mehr als 5 Stunden für die Fahrt zur Arbeit und zurück nach Hause gebraucht. Daher machte ich mich auf die Suche nach einem neuen Praxispartner in Erfurt.

Ich wusste, dass ich eine Agentur als neuen Praxispartner haben wollte und war überrascht, dass es echt nicht viele Agenturen in Erfurt gibt, die eine eigene Webseite haben. Meine Bewerbung bei thiemwork war also folgenden drei Punkten geschuldet:

  • thiemwork ist eine Agentur in Erfurt
  • thiemwork hat eine Webseite
  • die Webseite von thiemwork gab mir das Gefühl, dass thiemwork ein guter Praxispartner für mich sein könnte

M: Oh ja, die Sache mit der Webseite. 😅 Kundensachen gehen in Agenturen immer vor, daher hat thiemwork seine Webseite auch lange Zeit vernachlässigt. Zum Glück hat sich das inzwischen geändert. Du sagst, dass Dir die Webseite das Gefühl gegeben hat, dass thiemwork ein guter Praxispartner für Dich sein könnte. Wie sieht es aus, wenn Du mit dem Studium fertig bist? Was möchtest Du danach machen?

B: Mein Herz schlägt für den Bereich Motion Design. Das Thema Motion Design umfasst die Kombination aus Video, Text und Animation und kann sehr einfach oder sehr komplex sein. Einfache Motion Designs sind animierte Lotti-Files, wie zum Beispiel das animierte Logo von Das Steuerbüro auf deren neuen Webseite. Etwas aufwendigere Motion Designs sind kurze Animationen, wie zum Beispiel Intros für YouTube Videos. Komplexe Motion Designs sind dann Erklär-Filme oder Werbespots.

Bryans erster Arbeitstag

M: Bevor ich Dich kannte, ist mir der Begriff Motion Design noch nie untergekommen. Dank Dir beginne ich so langsam zu verstehen, was es damit auf sich hat, und freue mich schon richtig darauf, dass Du dazu beiträgst, dass dieser Bereich bei thiemwork ausgebaut wird. Doch heute soll es nicht um die Zukunft von thiemwork gehen, sondern um Deine Erfahrungen als Dualer Student mit uns als Praxispartner. Daher würde ich gern von Dir wissen, wie Du Dir den ersten Arbeitstag bei thiemwork vorgestellt hast.

B: Darüber habe ich mir nicht wirklich Gedanken gemacht. 😅 Nach meinen ersten Arbeitserfahrungen hatte ich die Hoffnung bei thiemwork mehr machen zu können als nur Social Media Ideen Anderer umzusetzen und diese mit klickstarken Texten zu versehen. Kreatives Texten war schon zu Schulzeiten nicht meine Leidenschaft. Hinzukommt, dass ich kein Community Manager bin, der sich mit den Menschen auf Social Media unterhalten möchte. Meine Stärke ist Grafik. Daher hatte ich vor meinem ersten Arbeitstag die Hoffnung, diese bei thiemwork stärker ausleben zu können als bei meinem vorhergehenden Praxispartner.

M: Das kann ich gut verstehen, die eigenen Stärken ausleben zu können, ist vermutlich für fast jeden Arbeitnehmer ein wichtiger Punkt. Wie hast Du Deinen ersten Arbeitstag erlebt?

B: Spätestens ab dem Moment, ab dem ich meinen Schreibtisch sah, sehr entspannt. Dieser war dekoriert, so dass ich mich bereits ab der ersten Minute sehr willkommen gefühlt habe.

Auch was meine Aufgaben anging wurde ich nicht einfach ins kalte Wasser geschubst. Mir wurde gesagt was mich erwarten wird. Dank MeisterTask und MS Teams hatte ich Zugriff auf die aktuellen Stände der Arbeit. Dabei bekam ich nur die Sachen zu sehen, die für mich zu dem Zeitpunkt wichtig waren, so dass ich nicht das Gefühl hatte in einer Informationsflut zu ertrinken. Technisch lief mein Arbeitsplatz bereits am ersten Tag zu 80 %, was völlig ausreichend war.

Wie waren die ersten 6 Monate für Bryan?

M: Was hat Dich überrascht?

B: Das Büro. Bei meiner Bewerbung hatte thiemwork eine große Bürofläche, die es nur zu Teilen nutzte. Ich dachte, dass dies mein neuer Arbeitsplatz werden würde. Doch auch mit mir hätten wir die Fläche nicht vernünftig ausgenutzt. Aus diesem Grund wurde die große Bürofläche gekündigt.

Wir haben noch immer ein Büro, doch dieses ist nicht das typische Agenturbüro mit Tischkicker und dem obligatorischen Obstkorb. Das Büro ist ehr auf Effizienz ausgelegt. Ich sitze in einem Durchgangsraum, mit direktem Blick auf die Küchenzeile und den Eingang. Es ist manchmal etwas chaotisch, doch dank ordentlicher Kopfhörer kann ich bei Bedarf konzentriert arbeiten. Nur morgens muss ich die Tür im Blick behalten und die eingehende Post koordinieren.

M: Stimmt, da habe ich es in meinem Homeoffice in Berlin besser. Obwohl ich nun ein bisschen ein schlechtes Gewissen habe, weil mein komfortables Homeoffice einer der Gründe ist, aus dem das große Büro aufgegeben wurde. Zurück zu Dir: Wie würdest Du Deine ersten 6 Monate bei thiemwork beschreiben?

B: Angenehm. Obwohl Du immer behauptest, dass es ziemlich chaotisch ist, erlebe ich unsere Arbeitsweise als sehr strukturiert. Dank MeisterTask und unserm morgendlichen 15 Minuten Daily habe ich eine Übersicht über meine Aufgaben. Ich weiß auf einen Blick was ich für Aufgaben habe und werde nicht ständig mit etwas Neuen oder Vergessenem überrascht.

Hinzu kommt, dass das Team Verständnis für Grafikprozesse hat. Es wird nicht immer davon ausgegangen, dass alles ganz einfach und schnell geht. Auch die generelle Kommunikation im Team ist aufgrund der hier herrschenden Augenhöhe sehr angenehm.

In Sachen Verantwortung entspricht thiemwork ebenfalls dem was ich als angenehm empfinde. Vom ersten Tag an hatte ich die volle Verantwortung für meinen Aufgabenbereich. Da ich mit Selbstständigen groß geworden bin, ist mir diese Arbeitsweise sehr vertraut.

Was hat Bryan in den ersten 6 Monaten gelernt?

M: Das freut mich sehr, denn das bedeutet, dass wir in Sachen Struktur in den letzten Jahren größere Fortschritte gemacht haben, als ich dachte. Zurück zur (Interview)Struktur😉: Was hast Du in den ersten 6 Monaten bei thiemwork gelernt?

B: Drei Dinge fallen mir spontan ein, die ich vorher so nicht kannte:

1. Das Warenwirtschaftssystem und die Shop Software von JTL. Obwohl mir die Programme vor 6 Monaten noch nie untergekommen waren, kann ich heute in JTL-Shop 5 mit Leichtigkeit Designanpassungen vornehmen und in der JTL Warenwirtschaft Produktdaten pflegen.

2.Eine gemeinsame Tagesplanung im Team. Jeder Tag startet mit einem Daily in dem jeder sagt, was er gestern gemacht hat, was heute ansteht und was er braucht, um einen guten Job zu machen. Da das Daily nur 15 Minuten dauern soll, plane ich meinen Tag vorab und bearbeite nicht einfach die Aufgaben, die gerade ganz oben liegen. Dank des Daylies können wir Teamaufgaben so koordinieren, dass kaum Wartezeiten entstehen.

3.Die Software MeisterTask, in der wir alle Kundenaufgaben und Zeiten erfassen. Dank der Berichtsfunktion sehe ich alle Aufgaben, die auf meinem Tisch liegen und werde sofort benachrichtigt, wenn mir ein anderes Teammitglied eine Aufgabe zuweist. Zudem kann ich Aufgaben, die noch Zuarbeit von Maria oder Lars brauchen einfach an diese weitergeben. Das spart enorm viel Zeit im Alltag.

M. Schon spannend, was man hier in kurzer Zeit alles lernt, oder? Passend zum Thema die nächste Frage: Was waren Deine größten Herausforderungen in den ersten 6 Monaten bei thiemwork?

B: Das Zeitmanagement. Bei vielen Aufgaben geben Kunden ein Zeitlimit, um die Kosten besser kalkulieren zu können. Das bedeutet ich muss immer schauen, dass Aufgaben nicht perfekt, sondern im Zeitlimit des Kunden bearbeitet werden. Am Ende muss dann ein Ergebnis stehen, mit dem der Kunde arbeiten kann.

Wie sieht der Arbeitstag für Bryan aus?

M: Wie schaut ein typischer Arbeitstag für Dich bei thiemwork aus.

B: 1. Ankommen, 2. Aufgaben sortieren, 3. Daily, 4. Aufgaben abarbeiten, 5. Feierabend machen.

M: Was hätte thiemwork in den ersten 6 Monaten besser machen können?

B: Der einzige Punkt, der mir einfällt, ist stärkere Technik für den Grafikbereich. Der Grafikbereich ist nicht nur im Bereich des Motion Designs doch sehr ressourcenhungrig. Dadurch entstehen manchmal Wartezeiten, die mit anderer Technik minimiert werden könnten. Aber ganz ehrlich, das ist Jammern auf hohem Niveau. Grafiker wollen immer das Schnellste und Neuste an Technik, doch die ist meistens unbezahlbar. Wirtschaftlich ist es sinnvoll nicht immer das Neuste vom Neuen einzusetzen.

Was passiert, wenn Aufgaben nicht an einem Tag zu schaffen sind?

M: Wie empfindest Du das Arbeitspensum bei thiemwork?

B: Angenehm. Mal ist etwas mehr zu tun mal etwas weniger. Aber es kommt nie der Moment, in dem ich gezwungen bin Däumchen zu drehen.

M: Däumchen drehen finde ich auch ganz schlimm. Allerdings habe ich eine Weile gebraucht, um trotz der vielen offenen Aufgaben am Ende eines Arbeitstages ruhig schlafen zu können. Wie gehst Du damit um, wenn Du weißt, dass Du die anliegenden Aufgaben nicht an einem Tag erledigen kannst.

B: Wie schon erwähnt bin ich mit Selbstständigen groß geworden. Dieser Zustand ist mir daher so vertraut, dass ich ganz entspannt bleibe. Ich bin es gewohnt, dass viel zu tun ist. Solange nicht alle Aufgaben an diesem Tag fertig werden müssen, ist alles gut.

Welchen Gestaltungsfreiraum hat Bryan?

M: Wie oft ist nichts zu tun? Wie gehst Du damit um?

B: Ich hatte einmal in 6 Monaten nichts zu tun. Da habe ich dann einfach in MeisterTask die Aufgaben bearbeitet, die die nächsten Tage erst fällig waren. So gar nichts zu tun hatte ich noch nie.

M: Inwieweit kannst Du Deinen Arbeitstag und Arbeitsbereich selbst gestalten?

B: Relativ frei, wenn keine dringenden Aufgaben von Kunden anliegen.

M: Vielen Dank für den ganzen Input Bryan. Ich habe das Gefühl, dass das Interview einen guten Einblick in unsere Arbeitsweise gibt. Auch ich habe wieder einmal etwas dazu gelernt.

B: Gern.

Gefällt Dir, was Du vom Dualen Studium gelesen hast?

Solltest Du, lieber Leser nun das Gefühl haben, dass ein duales Studium perfekt für Dich ist, freuen wir uns sehr. Solltest Du dieses Interview Anfang 2025 lesen und das Gefühl haben, dass thiemwork ein passender Praxispartner für Dich sein könnte, würden wir uns sehr über eine Initiativbewerbung von Dir freuen.